Geschichte pur,  aufgezeigt an einem gestempelten Papier,
diesmal
aus dem Obervogteiamt Jungnau

 

Geschichte von Jungnau (zur Info: Jungnau liegt 7 km nördlich von Sigmaringen)

1333: Erste Erwähnung von „Jungenowe“
1355: Beide Burgen gehen an die Adelsfamilie Hohenfels-Jungingen
1367: Die Herren von Reischach erwerben die Herrschaft Jungnau (Jungnau mit Burg und Vorhof, Burg Schiltau mit Vorhof und weiter Orte)
1385: Jungnau wird hohenbergisches Lehen (weiterhin im Besitz der Herren von Reischach)
1418: Die Grafen von Werdenberg erwerben die Herrschaft (darunter Jungnau die Feste und das „stattlin“)
1423: Die Burg Schiltau wird erstmals nur noch als Burgstall erwähnt
1444: Die Burg Schiltau wird nochmals als „Veste“ bezeichnet. Dies ist aber die letzte Erwähnung als Burgsitz
1534: Die Herrschaft geht nach dem Aussterben des aktuellen Herschergeschlechts als Allod an die Grafen von Fürstenberg. Unter den Fürstenbergern erhielt Jungnau ein Obervogteiamt
1603: Der fürstenbergischen Verwaltung in Jungnau gehören auch die Ortschaften Blättringen, Inneringen, Hochberg, Vilsingen, Nickhof, Thiergarten, Storzingen, Dietfurt, Ober- und Unterschmeien an
1806: Im Zuge der Neuordnung Mitteleuropas durch Napoleon (Rheinbundakte) ging das Obervogteiamt an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen, wobei jedoch die Fürstenberger die Niedrige Gerichtsbarkeit und die Polizeigewalt behielten. Deshalb wurde ein Patrimonalamt eingerichtet. Dieses umfasste neben Jungnau auch noch die unter 1603 aufgeführten Orte. 

 
 

Im Jahr 1836 gehörte Jungnau zu Hohenzollern-Sigmaringen! 

Hohenzollern-Sigmaringen ist die schwäbische, katholisch gebliebene Linie der Hohenzollern, einem alten deutschen Adelsgeschlecht, und gleichzeitig der Namen der von ihnen beherrschten Ländereien, der Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen, welche 1623 zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen erhoben wurde

  

Geschichte

Die wahrscheinlich von dem schwäbischen Herzogshaus der Burchardinger abstammenden Zollern sind im 11. Jahrhundert als Grafen nachweisbar. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht in eine schwäbische und in eine fränkische Linie. Die fränkische Linie, die die Burggrafschaft Nürnberg innehatte, wurde später zu Kurfürsten von Brandenburg erhoben.

Karl I. Graf von Hohenzollern war Reichserbkämmerer und später noch Reichshofratspräsident. Er erhielt 1534 von Kaiser Karl V. die Grafschaften Sigmaringen und Veringen als Reichslehen. Im Jahre 1576 teilte sich die schwäbische Linie der Hohenzollern weiter in Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Haigerloch und Hohenzollern-Sigmaringen. 1623 wurde die Hechinger und Sigmaringer Linie, in den Reichsfürstenstand erhoben, nicht aber die Haigerlocher Linie, die Verbindung war als nicht standesgemäß angesehen worden, sie starb aber auch 1634 bereits wieder aus. Die Linie Hechingen starb 1869 ebenfalls aus, während die Familie Hohenzollern-Sigmaringen bis zum heutigen Tage existiert.

Fürstin Amalie Zephyrine konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Mediatisierung durch Napoleon verhindern. 1806 schuf dieser den Rheinbund und zerschlug damit endgültig das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Die beiden hohenzollernschen Fürstenhäuser Sigmaringen und Hechingen gelang es dabei, ihre Souveränität zu erhalten und im Falle Sigmaringens darüber hinaus einen beachtlichen Gebietszuwachs zu erfahren. Das Fürstentum Sigmaringen erhielt 1806 die Besitzungen der Klöster Habsthal und Wald sowie der Deutschordensherrschaften Achberg und Hohenfels. 

Außerdem erlangte es die Souveränität über die Fürstlich Fürstenbergischen Herrschaften Jungnau und Frohnstetten, 
die Thurn und Taxisschen Herrschaften Ostrach und Straßberg sowie über die Spethsche Herrschaft in Gammertingen und Hettingen. In der Folge der Märzrevolution 1848 dankten die Fürsten von Sigmaringen und Hechingen schließlich ab, so dass ihre Fürstentümer 1850 als Hohenzollernsche Lande an das Königreich Preußen fielen. Die preußische Besitzergreifung in Sigmaringen erfolgte am 6. April 1850. Die beiden Fürstentümer wurden vereinigt und gehörten als preußischer Regierungsbezirk Sigmaringen zur Rheinprovinz. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand Württemberg-Hohenzollern, das den südlichen Teil des ehemaligen Königreichs Württemberg sowie die „Hohenzollernschen Lande“ umfasste. Mit der Bildung des Südweststaates ging Hohenzollern schließlich in Baden-Württemberg auf. Die Familie Hohenzollern-Sigmaringen spielte auch nach der preußischen Annexion weiter eine bedeutenden Rolle. Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringens ältester Sohn Leopold kandidierte 1870 für den spanischen Thron. Auch kamen die Könige von Rumänien 1866 bis 1947 aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen.

 

 



Obligation über 100 fl. Gulden Kapital war stempelpflichtig!
Tax = 1 fl. (Gulden) 8 Kreuzer
Stempel = - fl. 9 Kreuzer
Zusammen 1 fl. (Gulden) 17 Kreuzer


 



1te Seite
Jos. Franz Milum Urban…
Hochfürstl. Hohenzollern Sigmaringer Untertan u. Bürger zu Jungnau…



 



Prägestempel oben links gesetzt!
Bemerkung: 9 xr Stempel liegt bei….


 



Trockenprägestempel mit Wappenschild  vom Fürstentum Fürstenberg 1836
Umschrift lesbar: Fürstenbe…….. ???
Denkbar wäre: Fürstenbergisches Obervogteiamt Jungnau!!

Der Stempel wurde entwertet mittels Schreibkürzel
(Schade dass dieser Stempel im Scan nicht mehr hergibt -  bei diesem 
schlechten Abdruck kann nicht einmal ein Werteindruck festgestellt werden!

 
 



 

Letzte Seite
Unterpfandsbrief # 145, bestätigt Hochfürstlich Hohenzollernsches Ober- Amt.
…………Unterschrift. Kein WZ im Papier!

 


 



Die Schuld wurde 1845 bezahlt, bezeugt Jungnau…… Unterschrift


Hiermit ist geschichtlich belegt, dass auch noch im Jahre 1836 die……… 

(1806 im Zuge der Neuordnung Mitteleuropas durch Napoleon (Rheinbundakte), ging das Obervogteiamt Jungnau an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen, wobei jedoch die Fürstenberger die Niedrige Gerichtsbarkeit und die Polizeigewalt behielten. Deshalb wurde ein Patrimonalamt eingerichtet. Dieses umfasste neben Jungnau auch noch die Orte:  Blättringen, Inneringen, Hochberg, Vilsingen, Nickhof, Thiergarten, Storzingen, Dietfurt, Ober- und Unterschmeien) 

……..mediatisierten Standesherrschaften wie z.B. die Fürstenberger, weiterhin Ihre alten Rechte und Beurkundungen mit den eigenen Hoheitsstempeln betreiben durften. Nur: die Einnahmen hieraus gingen an den neuen Herrn, und dies waren zu der Zeit die Hohenzollern - die Sigmaringer!

 

 

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